News - Meldung


17.02.06

Das Düsseldorfer Indoor-Meeting feierte am Freitagabend eine gelungene Premiere. Die 1.500 Tickets waren schon vor Veranstaltungsbeginn vergriffen, so dass "Ausverkauft!" gemeldet werden konnte. Sportlich wurden die Zuschauer vor allem auch von den deutschen Athleten mit guten Leistungen belohnt.

Ralf Bartels präsentierte sich in starker Form

Ralf Bartels setzte den ersten Höhepunkt. Der Neubrandenburger Kugelstoßer deklassierte mit einer neuen persönlichen Hallen-Bestleistung von 20,84 Metern die Konkurrenz und feierte damit eine Woche vor den Deutschen Hallen-Meisterschaften eine mehr als gelungene Generalprobe.

Der Stabhochsprung der Männer nahm dramatische Formen an. Fabian Schulze (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg) pokerte sich zu 5,75 Metern, nachdem vor ihm bereits fünf Springer die 5,70 Meter überquert hatten, und holte sich damit den Sieg gegen die starke Konkurrenz.

Und wieder jubelt Jan Fitschen!

Seinen bekannt großen Jubel durfte der Wattenscheider Jan Fitschen nach seinem ersten Platz über 3.000 Meter auspacken. In 7:47,21 Minuten bestätigte er seine gute Form und steigerte seine erste zwei Wochen alte Hallen-Bestzeit erneut. Im Frauenrennen über 1.500 Meter kam die letztjährige Weltfinal-Siegerin Maryam Jamal (Bahrain; 4:05,27 min) nicht an die 4-Minuten-Grenze heran. Dafür war sie im Rennverlauf zu sehr a
Fabian Schulze stach im Stabhochsprung-Poker (Foto: Gantenberg)
uf sich alleine gestellt.

Dass die Düsseldorfer Bahn durchaus schnell ist, zeigte sich in den Hürdensprints. Bei den Frauen konnte sich die Schwedin Susanna Kallur (7,88 sec) um eine Hundertstel gegen die US-Amerikanerin Lolo Jones behaupten. Im Männerrennen trumpfte der Leipziger Thomas Blaschek mit einer neuen persönlichen Hallen-Bestzeit von 7,59 Sekunden groß auf. Der Wattenscheider Routinier Mike Fenner lief dagegen erneut um drei Hundertstel an der Norm für die Hallen-WM in Moskau (7,65 sec) vorbei.

Birgit Rockmeier wieder da

Die 60 Meter der Frauen gewann LaVerne Jones (Virgin Islands) in 7,29 Sekunden, drei Hundertstel vor der momentan schnellsten Deutschen Marion Wagner (USC Mainz). Im Kurzsprint der Männer siegte Matic Osovnikar (Slowenien) in 6,62 Sekunden, nachdem zuvor im Vorlauf Ronny Ostwald (TV Wattenscheid 01) seine Saisonbestzeit auf 6,64 Sekunden gedrückt hatte. Auf den 200 Metern meldete sich nach Verletzungspause die Dortmunderin Birgit Rockmeier (23,61 sec) rechtzeitig vor den Deutschen Hallen-Meisterschaften wieder zurück.

Im Weitsprung stahl die Siebenkämpferin Claudia Tonn in einem harten Kampf den Spezialistinnen die Show. Mit 6,58 Meter gewann sie den Wettkampf in neuer persönlicher Hallenbestleistung und deutscher Jahresbestweite. Sie springt sich damit auch in die Nähe der vom DLV geforderten Hallen-WM-Norm von 6,65 Meter und geht in einer Woche als klare Favoritin bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften an den Start.

Als letztes Rennen des Abends wurden die 200 Meter der Männer mit Spannung erwartet. Der Hallen-Europameister Tobias Unger ließ sich dabei auf der Außenbahn in 20,89 Sekunden von seinem stärksten Konkurrenten Dominic Demeritte (Bahamas; 21,36 sec) nicht überraschen.