News - Meldung


17.02.06

Schnelle Zeiten, gute Weiten und weite Stöße bot am Freitag das 1. Indoor Meeting in Düsseldorf. Doch lesen Sie selbst, wie die nationalen und internationalen Athleten ihre Leistungen einschätzen und wie ihre Saison weitergeht. leichtathletik.de war für Sie auf Stimmenfang.

Thomas Blaschek
Sieger 60 m Hürden; 7,59 sec
"Im Endlauf haben der Start und die ersten acht Schritte zur Hürde endlich mal so gut funktioniert wie im Training. Darauf habe ich mich heute sehr konzentriert. Im Vorlauf hat die Konkurrenz noch gefehlt, im Endlauf war sie jedoch stark. Über die Bestleistung freue ich mich, es geht aber noch schneller. Ob es bei den Deutschen klappt, das wird sich zeigen. Dort möchte ich aber auf jeden Fall meine gute Zeit bestätigen."

Tobias Unger
Sieger 200 m; 20,89 sec
"Die Zeit geht in Ordnung. Nach den Deutschen Hallen-Meisterschaften laufe ich noch in Chemnitz. Es tut gut, dass, nach der anstrengenden Saison im letzten Jahr, diese Hallensaison nicht ganz so wichtig ist, obwohl ich gerne in der Halle laufe."

Claudia Tonn
Siegerin Weitsprung; 6,58 m
"Ich habe mich die ganze Woche sehr müde gefühlt, da ich gut und hart trainiert habe. Daher wäre ich heute mit 6,30 Metern zufrieden gewesen. Umso schöner sind jetzt die 6,58 Meter. Auch wenn es diese Saison so gut im Weitsprung läuft, hängt mein Herz am Siebenkampf. Ich bin momentan aber sehr zuversichtlich, dass ich die Hallen-WM-Norm noch springen kann. Als deutsche Hallen-Meisterin sehe ich mich allerdings noch nicht. Die Spezialistinnen werden den Titel nicht kampflos hergeben."

Matic Osovnikar
Sieger 60 m; 6,62 sec
"6,62 Sekunden bedeuten für mich Saisonbestzeit. Am Start muss ich noch arbeiten, dann knack ich auch endlich die 6,60. Ich weiß, dass ich gut drauf bin und bei der Hallen-WM geht es auch noch schneller. Bei der letzten Hallen-WM war ich Fünfter, das würde ich gerne wiederholen."

Marion Wagner
Zweite 60 m; 7,32 sec
"Nachdem es im Vorlauf gar nicht lief, bin ich mit der Zeit sehr zufrieden. Ich mache mir im Moment noch zuviel Gedanken um meinen Rücken. Ich bilde mir immer ein, dass noch etwas weh tut. Das ist aber eher ein psychisches Problem. Daher kann ich meine guten Trainingswerte noch nicht im Wettkampf umsetzten. Dass ich jetzt bei der Hallen-DM als Favoritin ins Rennen muss, passt mir zwar gar nicht, aber da muss ich wohl durch."

Maryam Yusuf Jamal
Siegerin 1.500 m; 4:05,37 min
"Es war heute sehr schwierig für mich hier zu laufen, da ich ab 600 Meter alleine vorne war. Unter diesen Umständen bin ich mit der Zeit zufrieden. Mir war wichtig, dass ich vor der WM in Moskau noch ein Rennen laufen konnte. Jetzt gehe ich ins Trainingslager in die Schweiz, bevor es dann nach Moskau geht. Da will ich gewinnen."

Fabian Schulze
Sieger Stabhochsprung; 5,75 m
"Heute war ich gut drauf und hatte mir auch richtig was vorgenommen. Beim letzten Wettkampf hatte ich einen Salto Nullo gebaut, da waren die Stäbe zu weich. Heute habe ich gepokert und mir nach einem Fehlversuch über 5,70 Meter die restlichen Versuche aufgehoben. Bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften werde ich nächste Woche nicht so pokern, da kommt es darauf an, unter die ersten Zwei zu kommen, um sich für die Hallen-WM zu qualifizieren."

Susanna Kallur
Siegerin 60m Hürden; 7,88 sec
"Die Bahn hier ist sehr schnell. Ich bin nur zwei Hundertstel über meiner Saisonbestzeit geblieben, damit bin ich sehr zufrieden. Für die Hallen-WM habe ich mir einfach vorgenommen, so schnell zu rennen wie ich kann und mein Potenzial abzurufen."

Jan Fitschen
Sieger 3.000m; 7:47,21 min
"Ich war am Wochenende noch im Sauerland Skifahren und habe mich deshalb auch auf dem ersten Kilometer sehr müde gefühlt. Ich war froh, dass der Tempomacher hinter der vorgegebenen Zeit blieb. Danach hatte ich das Glück, dass Günther Weidlinger nach vorne ging. Der letzte Kilometer ist immer meine Stärke, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so schnell werden würde. Ich freue mich umso mehr über die neue Bestzeit. Ich halte an meinem Vorhaben fest, auf die Hallen-WM zu verzichten, auch wenn es weh tut."

Günther Weidlinger
3.000m; 4. Platz; 7:53,48 min
"Ich bin heute sehr dumm gelaufen und habe gemerkt, dass ich noch viel lernen muss. Ich wollte 7:43 Minuten laufen und habe mir deshalb unnötig viel Druck gemacht. Die ersten zwei Runden gingen auch sehr gut, aber 600 Meter vor dem Ziel konnte ich nicht mehr mithalten. Mein Fehler war, dass ich das Tempo gemacht habe. Für Jan war das gut, das freut mich auch für ihn, aber für mich war es schlecht. Bei der Hallen-WM ist das Finale das Ziel."

Danny Ecker
Stabhochsprung; NH
"Richtig fit fühle ich mich noch nicht. Aber über den Salto Nullo ärgere ich mich trotzdem. Ich bin nicht mit hohen Erwartungen hierher gefahren, weil ich erst seit vier Wochen wieder springe. Zu den Deutschen Hallen-Meisterschaften werde ich nicht fahren, ich konzentriere mich auf den Sommer."

Ralf Bartels
Kugelstoßen, 20,84 m
"Beim Einstoßen habe ich mich gut gefühlt und konnte das heute auch im Wettkampf umsetzen. Letzte Woche hat das in Leipzig nicht geklappt, ich war übermotiviert. Heute war ich dagegen lockerer. Als nächstes möchte ich die 21 Meter übertreffen, am besten auch bei der Hallen-WM in Moskau. Vielleicht reicht das für eine Medaille. Nächste Woche geht es bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften auch um das Ticket zum Hallen-Europacup, das will ich in jedem Fall gewinnen."

Ruwen Faller
200m
"Mit der Zeit von 21,76 Sekunden bin ich nicht ganz zufrieden. Aber ich habe den Lauf aus dem vollen Training bestritten. Außerdem war Bahn zwei auch nicht optimal. Ich habe in letzter Zeit gut trainiert, hake das Rennen ab und denke an die Deutschen Hallen-Meisterschaften. Da will ich in jedem Fall die Hallen-WM-Norm knacken."

Sebastian Ernst
200m
"Die Anfangskurve war gut, aber dann konnte ich den Schritt nicht mehr lang ziehen. Dadurch war die Zeit enttäuschend. Ich habe den Trainer gewechselt, habe viel Kraft trainiert. Der Körper muss sich erst einmal umstellen. Im Sommer will ich dann wieder richtig angreifen."

Birgit Rockmeier
Siegerin 200m; 23,61 sec
"Ich bin verhalten angelaufen. Ich bin mit der Zeit zufrieden, nächste Woche bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften will ich schneller laufen, um 23,30 Sekunden, und Deutsche Meisterin werden. Ob ich heute noch die 60 Meter laufe, weiß ich nicht, weil es eine noch größere Belastung für die Muskulatur wäre, nachdem ich zuletzt verletzt war."

Ansgar Varnhagen
Sieger 3.000m - B-Lauf
"Ich war sehr überrascht, dass es heute zu einer Bestzeit gereicht hat. Ich habe mich zwar während des Rennens gut gefühlt, aber vor dem Start war ich nicht besonders nervös, was untypisch für mich ist. Mit meinem Trainer war vorher abgesprochen, dass ich aussteige, falls die Zwischenzeiten zu langsam sind, um mich für die DM-Staffel (3x1.000m) am Wochenende in Leipzig zu schonen. Die Zwischenzeiten passten allerdings alle. Ich musste aber vorneweg das Tempo ganz alleine machen, sonst wäre noch eine bessere Zeit drin gewesen, aber mit den 8:07,17 Minuten bin ich zufrieden."